1956 — 1989 — 2026

Sehnsucht
nach Freiheit.

Eine persönliche Reise durch Europas Geschichte. Ein Buch. Ein Film. Und die Frage, was Freiheit für uns heute bedeutet.

Sehnsucht nach Freiheit – das Buch von Leslie Mandoki
70 Jahre nach dem ungarischen VolksaufstandErinnerung. Verantwortung. Zukunft.
Die Geschichte hinter dem Projekt

Freiheit ist keine
Selbstverständlichkeit.

Am 23. Oktober 1956 sitzt der beinahe vierjährige Leslie Mandoki auf den Schultern seines Vaters in Budapest. Er erlebt, wie die „Pester Jungs“ die Stalin-Statue zu Fall bringen. Ein Moment, der ihn ein Leben lang begleiten wird.

Jahrzehnte später begibt er sich gemeinsam mit seinem Sohn Gabor auf die Spuren dieser Generation. In Gesprächen mit Zeitzeugen, Künstlern und politischen Gestaltern fragt er: Was lernen wir aus der Vergangenheit für ein freies und geeintes Europa?

1956.

Der Mut zum Aufbruch

Der ungarische Volksaufstand wird brutal niedergeschlagen. Die Sehnsucht nach Freiheit bleibt.

1989.

Grenzen fallen

Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang. Wenige Monate später fällt die Berliner Mauer.

2026.

Was bleibt unsere Aufgabe?

70 Jahre nach dem Aufstand richtet sich der Blick nach vorn: auf Demokratie, Verantwortung und Zusammenhalt.

Buchcover Sehnsucht nach Freiheit von Leslie Mandoki, Herder Verlag
01 / Das Buch

Geschichte, die
weiterwirkt.

Leslie Mandoki im Gespräch mit Zeitzeugen, Historikern und politischen Gestaltern – 70 Jahre nach dem ungarischen Volksaufstand.

Sehnsucht nach Freiheit erzählt die Geschichte des ungarischen Volksaufstands von 1956 und seiner Bedeutung für Europa bis in die Gegenwart. Autor und Musiker Leslie Mandoki verbindet historische Ereignisse mit persönlichen Erinnerungen und lässt Zeitzeugen, Historiker, Künstler, Politiker und gesellschaftliche Persönlichkeiten zu Wort kommen.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft aufstanden und deren Freiheitswille Jahrzehnte später zur Öffnung des Eisernen Vorhangs beitrug. Das Buch spannt den Bogen von den dramatischen Tagen des Budapester Aufstands über die historischen Umbrüche von 1989 bis zu den Fragen von Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt in Europa heute.

Zu den Gesprächspartnern zählen unter anderem Michail Gorbatschow, Sigmar Gabriel, Markus Söder, Gregor Gysi, Edmund Stoiber, Christian Wulff, Guido Knopp, Peter Maffay, Ian Anderson, Till Brönner, Gabor Steingart und zahlreiche Zeitzeugen des Aufstands von 1956.

Ergänzt durch historische und aktuelle Fotografien entsteht ein eindrucksvolles Panorama europäischer Zeitgeschichte. Ein Buch über Mut und Verantwortung, über Erinnerung und Versöhnung und über die Frage, warum Freiheit niemals selbstverständlich ist.

Erscheinungstermin19. Oktober 2026
VerlagHerder
AusgabeGebunden · 384 Seiten
ISBN978-3-451-03902-7
Ein Blick ins Buch

Der Schreibtisch meines Vaters.

Ein Schreibtisch, der die Spuren der Geschichte trägt. Während des ungarischen Volksaufstands von 1956 beschädigten sowjetische Soldaten den Schreibtisch von Leslie Mandokis Vater mit ihren Gewehrkolben. Mandoki ließ ihn nie reparieren. Heute sitzt er selbst daran – und bewahrt mit den sichtbaren Spuren die Erinnerung an seine Familie und ihren Freiheitswillen.

Im Kapitel „Der Schreibtisch meines Vaters“ erzählt er von seiner Kindheit in Budapest, von Unterdrückung, dem Mut seines Vaters und den Wunden, die bleiben. Eine persönliche Geschichte darüber, warum Erinnerung weitergegeben werden muss.

Ein persönlicher Einblick in Leslie Mandokis Wohn- und ArbeitsumgebungVergrößern

Im Buch blättern

Zwei Doppelseiten aus dem Kapitel „Der Schreibtisch meines Vaters“. Zum Lesen und Entdecken die Ansicht vergrößern.

Der Schreibtisch meines Vaters – Buchseiten 182–183Vergrößern
Seiten 182–183
Der Schreibtisch meines Vaters – Buchseiten 184–185Vergrößern
Seiten 184–185
Budapest · Erinnerungen an 1956

Die Geschichte vor der eigenen Haustür.

Die Straße vor dem Haus wird zum Schauplatz des Aufstands. Im Video erinnert sich Leslie Mandoki daran, wie seine Familie die Kämpfe von 1956 erlebte – und wie seine Eltern mit Molotowcocktails gegen die sowjetischen Panzer in ihrer Straße vorgingen.

Die heutigen Aufnahmen der Wohnung stellen diesen Erinnerungen einen Ort gegenüber, an dem das Leben weitergegangen ist. Mandokis Erzählung macht deutlich, wie nah die Geschichte seiner Familie bis heute bleibt.

Leslie Mandoki über die Erinnerungen seiner Familie an den ungarischen Volksaufstand.
02 / Der Dokumentarfilm

Erinnerungen werden
zu Begegnungen.

Freiheitskämpfer und Zeitzeugen erzählen. Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft denken weiter. Ein Film über Europas Vergangenheit – und seine Zukunft.

Sehnsucht nach Freiheit – Vorschau des Filmtrailers
Sehnsucht nach Freiheit — der Trailer

Mit Klick auf Play wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Direkt auf YouTube ansehen
20:15, TV-Premiere: 23. Oktober 2026 · WELT TVZum 70. Jahrestag des ungarischen Volksaufstands
Aktuelles zum Projekt

Begegnungen, die verbinden.

Gabor Steingart, Bodo Hombach, Leslie Mandoki und Armin Laschet beim Treffen zu Sehnsucht nach Freiheit in Essen
Rückblick · Essen

Sehnsucht nach Freiheit:
Brücken bauen in Essen.

Leslie Mandoki im Austausch mit Bodo Hombach, Armin Laschet und Gabor Steingart – über die Lehren von 1956 und die Frage, wie Freiheit heute zum gemeinsamen Kompass werden kann.

Gestern feierten wir „Sehnsucht nach Freiheit“.
Der sich bald zum 70. Mal jährende Volksaufstand gegen die russische Unterdrückung …

Mit SPD-Urgestein Bodo Hombach, mit CDU-Ikone Armin Laschet und der Journalistenlegende Gabor Steingart.

Letzterer sagte: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“

Ich habe mich als Künstler immer als Stachel im Fleisch der Gesellschaft definiert und als Brückenbauer. Und dieses Brückenbauen ist wichtig, selbst dort, wo die eingestürzten Brückenpfeiler kaum mehr zu sehen sind, um die Spaltung zu überwinden, so wie auch hier ein SPD-Urgestein und eine CDU-Ikone über die Lehren dieser Sehnsucht nach Freiheit sprechen können, für die heutige Zeit, in der die Gewissheiten wackeln und wir uns im Labyrinth der Krisen befinden. Und dieser Freiheitsgedanke kann sehr wohl unser Kompass sein.

Gabor Steingarts Vater war in Budapest 1956 genauso ein Kämpfer gegen die russische Unterdrückung wie mein Vater.

Es gilt in den heutigen Tagen, die Lehren daraus für die heutigen Krisen zu ziehen. Wir Künstler sollten diese unterschiedlichen Standpunkte gerade verbinden und so aus neuer Kraft schöpfen. Nicht immer nur auf der einen oder anderen Seite zu stehen, sondern eine gemeinsame, die Wertegemeinschaft verbindende Brücke zu bauen, so wie gestern in Essen.

SPD-Urgestein Professor Bodo Hombach über Leslie Mandoki:

„In den Menschen Mandoki hat sich unbändiger Freiheitswille schon früh eingemeißelt. Was 1975 als Sprint durch einen Fluchttunnel begann, ist in ihm nie zur Ruhe gekommen. Ein rastloser Unruhegeist im besten Sinne, den nichts und niemand ruhig stellt. Er hat in ein halbes Jahrhundert Musik, Streitlust und Brückenbau zwischen politischen Lagern fortgeschrieben.

Ein charismatischer Leuchtturm.“

„Das Vergangene beleuchtet das Gegenwärtige und weist uns den Weg in die Zukunft.“
LESLIE MANDOKI
Porträt von Leslie Mandoki
Der Mensch hinter dem Projekt

Leslie Mandoki.
Musiker. Brückenbauer.

In Budapest geboren, vom Freiheitswillen seiner Heimat geprägt: Mitte der 1970er Jahre flieht Leslie Mandoki aus der kommunistischen Diktatur in den Westen. Musik wird für ihn zum Ausdruck dieser Freiheit.

Mit „Sehnsucht nach Freiheit“ verbindet er persönliche Erinnerung mit europäischer Geschichte. Sein Anliegen ist die Suche nach dem Verbindenden: zuhören, miteinander reden und Verantwortung übernehmen.

Mandoki Soulmates kennenlernen
Viele Perspektiven. Eine gemeinsame Frage.

Was bedeutet Freiheit?

  • Dr. Edmund Stoiber
  • Prof. Horst Teltschik
  • Dr. Gregor Gysi
  • Sigmar Gabriel
  • Prof. Bodo Hombach
  • Armin Laschet
  • Dr. Markus Söder
  • Ilse Aigner
  • Dr. Christian Wulff
  • Dr. Reiner Haseloff
  • Hendrik Wüst
  • Dr. Carsten Linnemann
  • Dr. Charlotte Knobloch
  • Erich Sixt
  • Michael Busch
  • Andy Vajna
  • Ian Anderson
  • John Helliwell
  • Till Brönner
  • Al Di Meola
  • Peter Maffay
  • Prof. Dr. Hubert Burda
  • Tom Buhrow
  • Paul Ronzheimer
  • Gabor Steingart
  • Julia Becker
  • Michail Gorbatschow
  • Guido Knopp

Gemeinsam mit zahlreichen ungarischen Freiheitskämpfern und Zeitzeugen von 1956.

03 / Die Club Sessions

Freiheit verbindet.
Musik auch.

Buch und Film bewahren die Erinnerung. Die Musik schafft Raum für unmittelbare Begegnung. Mit „Sehnsucht nach Freiheit – Club Sessions“ kehrt Leslie Mandoki zur akustischen Essenz seiner Kompositionen zurück.

Persönlich, nah und direkt. In Clubs in Deutschland und Österreich, vom 29. April bis 13. Mai 2027.

Alle Tourtermine 2027
29.04. · MainzFrankfurter Hof
30.04. · KarlsruheTollhaus
01.05. · TübingenSudhaus
02.05. · MünchenAmpere
03.05. · NürnbergHirsch
04.05. · AschaffenburgColos-Saal
05.05. · KoblenzCafé Hahn
06.05. · BochumZeche
07.05. · HannoverMusikzentrum
08.05. · HamburgGruenspan
09.05. · BerlinColumbia Theater
10.05. · DresdenAlter Schlachthof
11.05. · WienKulturverein Reigen
12.05. · AugsburgSpectrum
13.05. · IngolstadtEventhalle Westpark
Das Projekt im Detail

Der vollständige Pressetext.

Pressetext und Stimmen zum Projekt lesen

PRESSEINFORMATION

„Sehnsucht nach Freiheit“

Dokumentarfilm, Buch und Konzertreihe von Leslie Mandoki über die Bedeutung von Freiheit in Europa zum 70. Jahrestag des ungarischen Volksaufstands

Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diese Überzeugung steht im Mittelpunkt des Projektes „Sehnsucht nach Freiheit“ mit dem der Musiker und Produzent Leslie Mandoki eine Konzertreihe, einen Dokumentarfilm und ein Buch zu einer Trilogie über Freiheit und Zusammenhalt in Europa verbindet.

Am 3. September 2026 startet der Vorverkauf für Mandokis Akustik-Konzertreihe „Sehnsucht nach Freiheit – Club Sessions“, die im kommenden Frühjahr durch zahlreiche Städte in Deutschland und Österreich führt. Das Buch „Sehnsucht nach Freiheit“ erscheint am 19. Oktober 2026 im Herder Verlag und der gleichnamige Dokumentarfilm feiert seine Premiere mit Unterstützung von Magenta bei Welt TV am 23. Oktober 2026 – also genau 70 Jahre nach Beginn des Ungarischen Volksaufstandes von 1956 gegen die russische Unterdrückung.

„Dieses Buch und dieser Film sind keine Nostalgie-Reise in die Vergangenheit, sondern es geht auch darum, was wir und nächste Generationen mit Blick nach vorne daraus lernen können“, erklärt Mandoki. „Denn das Vergangene beleuchtet das Gegenwärtige und weist uns den Weg in die Zukunft.“

Als beinahe Vierjähriger saß Leslie Mandoki am 23. Oktober 1956 auf den Schultern seines Vaters in Budapest und erlebte, wie die mutigen „Pester Jungs“ die Stalin-Statue zu Fall brachten. Für sein Projekt „Sehnsucht nach Freiheit“ begab sich Mandoki schon vor etlichen Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Gabor auf die Spuren der Großväter seiner Kinder – jener Generation, die 1956 für Freiheit und Unabhängigkeit ihr Leben riskierte.

Auf dieser bis heute andauernden Reise sprachen sie mit Freiheitskämpfern und Zeitzeugen, die ihre bewegenden Erinnerungen schilderten, ebenso wie mit Historikern, Künstlern und maßgeblichen Gestaltern aus Politik, Wirtschaft und Medien, mit denen sie über den Stellenwert von Freiheit – damals wie heute – für Europa und die Gegenwart diskutierten.

Zu Wort kommen unter anderem Persönlichkeiten wie Dr. Edmund Stoiber, Prof. Horst Teltschik, Dr. Gregor Gysi, Sigmar Gabriel, Prof. Bodo Hombach, Armin Laschet, Dr. Markus Söder, Ilse Aigner, Dr. Christian Wulff, Dr. Reiner Haseloff, Hendrik Wüst, Dr. Carsten Linnemann, Dr. Charlotte Knobloch, Erich Sixt, Michael Busch, Andy Vajna, Ian Anderson, John Helliwell, Till Brönner, Al Di Meola, Peter Maffay, Prof. Dr. Hubert Burda, Tom Buhrow, Paul Ronzheimer, Gabor Steingart und Funke Medien Verlegerin Julia Becker sowie zahlreiche ungarische Freiheitskämpfer von 1956. Als großes Privileg empfindet Mandoki auch, „dass uns Michail Gorbatschow als einer der ersten Gesprächspartner auf dieser Reise einige Jahre vor seinem Tod in Moskau seine Gedanken über die europäische Sehnsucht nach Freiheit erläutert hat.“

Der Volksaufstand der Ungarn gegen sowjetische Diktatur die wurde 1956 brutal niedergeschlagen, doch sein Geist überlebte. 1989 war es erneut Ungarn, das mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Freiheit leistete. Nur wenige Monate später fiel dann die Berliner Mauer.

„Ohne 1956 hätte es 1989 nicht gegeben“. Als Deutscher ist Mandoki dankbar für den historischen Moment der friedlichen deutschen Wiedervereinigung. Als gebürtiger Budapester ist er stolz darauf, dass Ungarn einige Monate zuvor den Eisernen Vorhang zerriss und damit den ersten Stein aus der Berliner Mauer schlug. Aus dieser doppelten Perspektive versteht Mandoki „Sehnsucht nach Freiheit“ vor allem als Plädoyer für ein geeintes und freies Europa.

Doch statt nostalgischer Rückschau richtet Mandoki den Blick auf die Gegenwart. „1989 regnete für uns Glück vom Himmel. Wir hatten eigentlich alle Chancen, eine achtsame, tolerante und generationengerechte freie Gesellschaft für die Zukunft unserer Kinder zu bauen – aber heute müssen wir uns eingestehen: wir haben es vermasselt.
Heute befindet sich unsere Gesellschaft, unser Land, unser freies Europa in einem Labyrinth der Krisen und sucht nach dem Kompass.“

In einer Zeit, in der Europa durch Krieg und gesellschaftliche Spaltungen herausgefordert wird, fragt Mandoki, wie wir wieder zueinanderfinden können.

Dazu gehört die Bereitschaft, die eigene urban-akademische, kosmopolitische und liberale Komfortzone zu verlassen. Denn zu oft haben wir uns dort in Echokammern zurückgezogen, die inzwischen zunehmend von Algorithmen und KI gesteuert werden, und dabei die tatsächlichen Lebensrealitäten vieler Menschen aus dem Blick verloren. So ist eine Repräsentationslücke entstanden, in die Zukunftsängste, Wut und das Gefühl sozialer Ungerechtigkeit hineinwachsen konnten. Viele Menschen, deren Stimmen wir in unseren eigenen Filterblasen zu lange kaum wahrgenommen haben, fühlen sich trotz ehrlicher Arbeit und großer Anstrengung zu wenig gehört oder gesehen.

Mandokis Konsequenz daraus: „Wir müssen wieder mehr miteinander reden, mehr Hinhören und aufeinander zugehen. Dazu braucht es Mut: Mut zur offenen Debatte, Mut zur Auseinandersetzung, Mut zur Verantwortung und Empathie. Es geht um die Suche nach dem Verbindenden statt dem Trennenden. Für Zusammenhalt und Freiheit.
Und Musik kann dabei helfen. Denn Musik überwindet Grenzen, verbindet Menschen und kann Brücken wiederaufbauen, selbst dort, wo die Brückenpfeiler kaum noch zu erkennen sind“, sagt Mandoki. Sein Credo: „Music is the Greatest Unifier!“

Leslie Mandokis Geschichte erzählt von der „Sehnsucht nach Freiheit“, von Verantwortung und künstlerischer Integrität.

„Wenn es eine Aufgabe für uns Künstler gibt“, sagt Mandoki, „dann die, Räume zu öffnen, in denen Verständigung überhaupt wieder möglich wird. Es geht um gegenseitigen Respekt, um Toleranz, um das Wiederfinden gemeinsamer Grundmelodien: Freiheit, Frieden, Verantwortung. Freiheit gibt es auf Dauer nicht anstrengungslos. Man muss sie leben, gestalten und an die nächsten Generationen weitergeben. Wenn wir das Beherzigen, können wir auch in stürmischen Zeiten wie diesen zusammenstehen.“

Der Musiker Leslie Mandoki versteht sich als Brückenbauer und möchte nun mit seiner Akustik-Konzertreihe „Sehnsucht nach Freiheit – Club Sessions“ bewusst Räume öffnen, in denen Nähe und persönliche Begegnung wieder möglich sind.

Jahrzehntelang führte ihn und seine Mandoki Soulmates der Weg auf die großen Konzertbühnen der Welt. Die Süddeutsche beschrieb Mandoki als „Der mit den Helden spielt“ und das aktuellste Album wurde im vergangenen Jahr sogar in der American Rock’n’Roll Hall of Fame geehrt. Gemeinsam mit seinen legendären Bandkollegen, Weggefährten und Ikonen des Progressive Rock und Jazzrock spielte er im Beacon Theatre in New York, Olympia in Paris, Hammersmith Eventim Apollo in London, Circus Krone in München, Konzerthaus Berlin, Müpa in Budapest, Palais des Festivals in Cannes und auf zahlreichen Bühnen, die zu den kulturellen Wahrzeichen der internationalen Musikwelt gehören. Diese großen Bühnen haben Leslie Mandokis Musik in die Welt getragen.

Mit Club Sessions gibt ihr der Musiker und künstlerische Kosmopolit jetzt in kleinen Räumen ihre Identität zurück. Er kehrt gewissermaßen an den Ursprung seiner eigenen musikalischen Reise zurück – eine Rückkehr zur Essenz.

Hier werden die Kompositionen in ihrer originären Gestalt erzählt. Die ursprüngliche, akustische Klangästhetik gibt einen sehr persönlichen Blick auf das Innerste dieser Musik frei. Emotional, fragil und direkt.

Größe bemisst sich hier nicht in Dimensionen. Größe war nicht das Ziel dieser Reise. Sie ist ihre Konsequenz. Der Ursprung aber bleibt ihr Maßstab. Wer wie Mandoki lange genug unterwegs ist, erkennt, dass dieser Ursprung kein Ort ist, den man hinter sich lässt. Er ist ein Kompass, der einen ein Leben lang begleitet.

Als der junge Musiker Leslie Mandoki Mitte der 1970er Jahre aus der kommunistischen Diktatur in den Westen floh, wollte er einfach frei sein. Und Musik war der Ausdruck dieser Freiheit. Konsequent verfolgte er sein Lebensmotto: „Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!“

Die Weltkarriere als Produzent und als Musiker auf den großen Bühnen war schließlich die Folge – nicht das Ziel.

Die Club Sessions sind nun eine Rückkehr zur Essenz. Zu jenem emotionalen und verbindenden Zauber, den Musik entfaltet, wenn zwischen Künstler und Publikum nichts mehr steht.

Mandoki geht es um genau diese Nähe und die Begegnung. Der Club ist nur ein Raum. Die Begegnung ist die eigentliche Bühne.

Das Publikum kommt, um einem Menschen zu begegnen, der etwas zu erzählen hat.

So wird die Club Session zum Abschluss der persönlichen Trilogie „Sehnsucht nach Freiheit“: Buch und Film lassen Zeitzeugen und herausragende Persönlichkeiten zu Wort kommen und verbinden persönliche Erinnerung mit europäischer Geschichte. Dieser Blick zurück fragt, was die Geschichte gerade jungen Menschen für die Zukunft zu sagen hat. Die Musik schließlich schafft den Raum für die unmittelbare Begegnung.

„Sehnsucht nach Freiheit“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Freiheit, liberale Demokratie und Zusammenhalt in der Wertegemeinschaft – und eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass die Errungenschaften Europas niemals selbstverständlich sind.

Ein Projekt über Europa, Menschlichkeit und den unerschütterlichen Glauben daran, dass Freiheit die stärkste Kraft der Geschichte ist. Freiheit entsteht nicht durch Bequemlichkeit. Sie braucht mutige Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und für ihre Überzeugungen einzustehen.

Aus der renitenten und resilienten Sehnsucht nach Freiheit, kann Europa gerade heute Kraft schöpfen. Sie kann ein Kompass sein für eine europäische Zukunft als harmonische Wertegemeinschaft der Verantwortungsbewussten, Friedfertigen, Tüchtigen und Toleranten.

Eben ein buntes Europa.

Die Trilogie „Sehnsucht nach Freiheit“

3. September 2026 – Vorverkaufsstart – Clubtour 2027
Leslie Mandoki „Sehnsucht nach Freiheit – Club Sessions“

Mainz (29.4. Frankfurter Hof), Karlsruhe (30.4. Tollhaus), Tübingen (1.5. Sudhaus), München (2.5. Ampere), Nürnberg (3.5. Hirsch), Aschaffenburg (4.5. Colos-Saal), Koblenz (5.5. Café Hahn), Bochum (6.5. Zeche), Hannover (7.5. Musikzentrum), Hamburg (8.5 Gruenspan), Berlin (9.5. Columbia Theater), Dresden (10.5. Alter Schlachthof), AT-Wien (11.5. Kulturverein Reigen), Augsburg (12.5. Spectrum), Ingolstadt (13. Mai Eventhalle Westpark)

19. Oktober 2026 – Buch
„Sehnsucht nach Freiheit“, 386 Seiten, Herder Verlag

23. Oktober 2026 – Dokumentarfilm
TV-Premiere von „Sehnsucht nach Freiheit“ bei Welt TV

PAUL RONZHEIMER

Uns ist, wie ich finde, gerade in Europa schon viel gelungen, wenn wir es historisch betrachten. Dass überhaupt Nationen, die einst gegeneinander gekämpft haben, jetzt in Freundschaft und Verbundenheit miteinander leben, ist ja erst einmal eine riesen Errungenschaft. Und wenn wir die Zeit betrachten, seit 45 bis heute, dann ist das schon eine sehr lange Zeit, in der es europäisch „gut gegangen“ ist. Bedeutet dies, dass wir uns darauf ausruhen können? Nein, ganz sicher nicht.

Ich denke, uns hat in der Vergangenheit durchaus auch Gelassenheit gefehlt, um unterschiedliche politische Richtungen anzuerkennen und auch zu tolerieren. Nur weil wir uns EU nennen, sollte man nicht glauben, dass es zum Beispiel in der Migrationspolitik, bei Corona, oder auch wenn ich es persönlich anders sehe, beim Krieg in Sachen Russland, nicht unterschiedliche Perspektiven geben kann. Deshalb müssen wir uns auf die Grundsätzlichkeiten, also unsere Grundwerte, wieder viel stärker besinnen und klarmachen, wofür dieser Raum am Ende steht.

Meine Hoffnung ist, dass es einen Frieden in Freiheit gibt und keinen Frieden in Unfreiheit. Ich hoffe, dass wir in zwanzig Jahren über ein friedliches Europa reden können und dass es weniger Arbeit für Menschen wie mich gibt, die viel in Kriegen unterwegs sind.

HENDRIK WÜST

Es bedeutet, dass auch meine Generation akzeptieren muss, neue Prioritäten zu setzen. Wir müssen wieder mehr tun, um unsere Freiheit gegen Aggressoren zu verteidigen, die nichts mehr hassen als die Freiheit.

Ich habe in Freiheit leben dürfen, ohne dass ich dafür kämpfen musste. Die Freiheit war ein Geschenk an meine Generation. Gerade deshalb haben wir die Aufgabe, unsere Freiheit nach außen zu verteidigen und müssen sie auch nach innen schützen.

Ich denke an all diejenigen, die 2015 und in den Folgejahren zu uns gekommen sind aus Gesellschaften, in denen Freiheit, wie wir sie kennen, für diese Menschen ja gar nicht erfahrbar gewesen ist.

Wenn dieses potentielle Risiko importierter Unfreiheit nicht durch einen Integrationswillen, oder ein klares Bekenntnis zu unseren Werten überwunden wird, dann gefährdet das auch gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Unser Gesellschaftskonzept von Freiheit ist ja kein Zustand, den man einfach mitbringt, oder durch Grenzüberschreitung annimmt. Das ist etwas, das man sich erarbeiten und eben auch verteidigen muss – und zwar jeden Tag aufs Neue.

MARKUS SÖDER

Ungarn ist ein besonderes Land, ein kerneuropäisches Land. In Ungarn hat man immer für die Freiheit gestritten. Damals bei dem Volksaufstand 1956 mussten viele Menschen sterben, weil sie sich für ihre Freiheit eingesetzt haben. Dann war Ungarn das Land, das den Eisernen Vorhang als Erstes durchbrochen hat, und nun ist es ein Partner, der dafür sorgt, dass Europa zusammenbleibt.

PETER MAFFAY

Kunst vermag Brücken zu schlagen. Kunst vermag scheinbar undurchdringliche Wände zu durchdringen. Emotionalisierung ist nicht quantifizierbar, aber sie findet statt. Aus Emotion entsteht Energie, bildet sich das Bewusstsein, und insofern bin ich felsenfest davon überzeugt, dass die Kunst grundsätzlich – ob Malerei, Bildhauerei, Architektur, Dichtung oder eben Musik – dazu beigetragen hat, Verständnis zwischen den beiden scheinbar so gegensätzlichen Polen Ost und West zu schaffen. Verständnis unter den Menschen. Daraus ist ein Wunsch entstanden, ein Wunsch, der irgendwann nicht mehr aufzuhalten war: zusammenkommen, sich nicht durch willkürlich gezogene Grenzen und willkürlich erzeugte Philosophien und Standpunkte teilen zu lassen.

Ein Politiker wie Genscher oder vorher Brandt, Politiker wie Gorbatschow haben letztlich entscheidend dazu beigetragen, dass die Positionen während des Kalten Krieges immer mehr an Bedeutung für die Menschen verloren. Die Politiker haben das zugegeben – und allein dieser erste Schritt hat vermutlich so viel Hoffnung bei allen geweckt. Das gemeinsame Ziel, Hindernisse zu überwinden, die uns trennten, hat dazu geführt, dass wir mehr und mehr voneinander Kenntnis genommen und uns füreinander interessiert haben. Und die Kunst hat dazu entscheidend beigetragen.

TILL BRÖNNER

Künstler, die in Unfreiheit gelebt und die Kraft ihrer Musik erlebt und praktiziert haben – stärker als jede Waffe, stärker als jeder Aufstand –, können heute im Geiste ruhiger schlafen als jene Menschen, die nach den Gründen für ihre Musik suchen und die Freiheit erklären müssen. Ein Künstler aus einem totalitären Regime braucht seine Freiheit nicht zu erklären. Er repräsentiert sie durch seine Musik. Das ist ein großes Privileg. Politik versteht, welche Gefahr von Musikern ausgeht, wenn es schlechte Politik ist.

GABOR STEINGART

Die Lehre aus dem Ungarischen Volksaufstand ist: Die Freiheit siegt. Mit Zeitverzögerung. Aber Freiheit lässt sich am Ende tatsächlich nicht mit Kalaschnikow und Panzer niedermalmen. Freiheit ist einfach stärker, das muss man sehen. Freiheit ist ein so starker Antrieb. Viel stärker als der Kapitalismus und alle Weltreligionen. Freiheit gilt für alle – für Muslime genauso wie für Christen und für Atheisten.

Freiheit ist normalerweise nichts, was einem geschenkt wird. Jedenfalls nicht für diejenigen, die vorausgehen. Für das erste Kommando ist Freiheit immer auch mit Mut, mit Risiko verbunden, mit all diesen Dingen, die dann später in der Freiheit auch ein bisschen einschlafen. Daher ist es wichtig zu vermitteln, dass die Freiheit ein hohes Gut ist. Selbst wenn man sie wie heute geschenkt bekommt, muss man sich gewahr sein, dass man sie trotzdem verteidigen muss – gedanklich, im Innern. Man muss bereit sein, denn sie kann einem auch wieder genommen werden. Die Lehre der Großväter ist auch die, nicht aufzugeben, sich nicht zufrieden zu geben, anspruchsvoll in diesen Dingen zu sein und Materielles nicht über alles zu stellen.

Sehnsucht nach Freiheit

Die Vergangenheit verstehen.
Die Zukunft mitgestalten.